Sakramente

Unter den Sakramenten verstehen wir Katholiken sichtbare Zeichen (lat. sacramentum), die das unsichtbare Heil bewirken. Sie verbinden die für uns erfahrbare Welt in der Gottesdienstfeier mit der geistigen, jenseitigen Welt Gottes. Eine solche Verbindung zwischen Erde und Himmel wird grundsätzlich möglich in der Gemeinschaft von glaubenden Menschen, weshalb die Kirche insgesamt auch als „Wurzelsakrament“ bezeichnet wird.

In sieben einzelnen Sakramenten wird jeweils ein Element oder eine Handlung aus unserer menschlichen Lebenswirklichkeit zum wirksamen Zeichen für Heil, Glück und Erfüllung, die Gott uns darin zusagt und schenkt:

Im Wasser der Taufe wird alles abgewaschen, was uns von Gott trennt (Sünde) und wir tauchen ein in Gottes umfassende Liebe.

Im Salböl der Firmung zieh Gottes Geist und Kraft in unsere Haut, in unser Leben ein, will uns widerstandsfähig machen und stärken (lat. firmo).

In Brot und Wein der Eucharistie (Kommunion) gibt Jesus sich selbst, seinen Leib und sein Blut, und wir gewinnen Lebenskraft (ernähren uns) aus seiner Liebe.

In der Vergebungszusage der Beichte wird für unsere Ohren hörbar, dass Gottes Gnade jede Störung und Trennung zwischen uns und ihm beiseite räumt.

Im Salböl der Krankensalbung ist hautnah zu spüren, wie uns Gottes Güte auch in den dunklen Tagen der Krankheit nahe kommen kann.

In der Handauflegung bei der Weihe nimmt Gott uns in Besitz, bestärkt uns und sendet uns als seine Boten.

Im Treueversprechen der Ehe spiegelt sich Gottes treue, verlässliche Bindung an uns Menschen, die uns die innere Kraft und Freiheit gibt, einen anderen Menschen zu lieben.