Weiter Raum

04.02.21, 08:00
  • KirchenRaum
Daniela Ballhaus
Hippo Insta mit lichteinfall (c) D.Ballhaus

Du stellst meine Füße auf weiten Raum!

So heißt es im Psalm 31. Der weite Raum ist im Zusammenhang des Psalms ein Symbol für Rettung, für Erlösung, für Freiheit im Gegensatz zur Verfolgung und Bedrängnis durch den Feind. 

Gott stellt meine Füße auf weiten Raum – und ermöglicht mir damit Freiheit, Entscheidungen, Durchatmen. 

 

Weiten Raum werden Sie finden, wenn Sie ab Aschermittwoch die Hippolytuskirche betreten. Wir muten Ihnen große Veränderungen zu – und laden Sie ein, diese Veränderung im Sinne des Psalms als Freiheit und Erweiterung der Möglichkeiten zu betrachten. 

 

Für ein Jahr wird die Hippolytuskirche als freier Raum erfahrbar sein. Frei von fest verschraubten Kirchenbänken – damit auch frei von festen Plätzen, von vielen Traditionen, von Gewohnheiten und vertrauten – oder auch festgefahrenen – Wegen. Einiges werden wir vermissen, anderes werden wir entdecken.

Die Kirche wird offen sein, so wie immer. Sie wird offen sein für alle, die kommen. Sei es mitten im Alltag, um Ruhe zu finden, eine Kerze anzuzünden, Zeit in der Stille zu verbringen, sei es zum Gottesdienst, wo wir neue Gewohnheiten entwickeln werden, wie z.B. uns gegenseitig zu helfen, mit dem Stuhl unseren Platz im Raum zu finden. 

Wir möchten den KirchenRaum nutzen und anbieten als Resonanzraum für das, was uns und einen jeden Eintretenden erfüllt. Die Geschichte Gottes in der eigenen Lebensgeschichte zu entdecken, dabei kann Stille und Leere helfen, bei einer anderen Gelegenheit aber vielleicht auch Gottesdienst und Gespräch. Beides soll möglich sein in diesem Jahr.

Wir beginnen mit einem ganz anderen Aschermittwoch. Die Kirche wird von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet sein, Sie können kommen, wann Sie möchten, bleiben, solange Sie möchten, die gesegnete Asche empfangen, loslassen, was bedrückt und zurückhält, mitnehmen, was Mut und Kraft schenkt. 

Du stellst meine Füße auf weiten Raum. 

„Wenn die Kirche vor Ort offen, einladend und auskunftsfähig ist, kann auch der Alltag der Menschen zum Raum des Glaubens werden.“ Das sagt Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes.

Wir freuen uns, dass das Bonifatiuswerk unser Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Räume des Glaubens eröffnen“ unterstützt. Dass der KirchenRaum St. Hippolytus für alle Eintretenden die Weite und Freiheit erfahrbar werden lassen möge, die Gott für unsere Füße – und unsere Seelen - bereitet hat, das wünschen

 Daniela Ballhaus und Regina Flackskamp

 

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