Machen Sie doch einmal einen kleinen Rundgang durch St. Hippolytus. Wir beginnen am Hauptportal unter dem Kirchturm und gehen dann gegen den Uhrzeigersinn durch die Kirche  (durch Anklicken der Bilder erhalten Sie eine vergrößerte Ansicht, mit der Darstellung über PicLens erhalten Sie unter anderem eine komfortable Diashow):

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Unter dem Kirchturm, der ein vierstimmiges Sonderbronze-Geläute (cis‘-e‘-fis‘-a‘) der Firma Junker (Brilon/Westf.) aus dem Jahr 1949 beherbergt, ist das Gewölbe des untersten Turmgeschosses gut erkennbar. Neben der Tür zum Turm befindet sich ein Weihwasserbecken (18. Jhdt.), das ebenfalls noch aus der alten Kirche stammt. In der Nische gegenüber ein sogenannter Gnadenstuhl, die Darstellung der Dreifaltigkeit. Sie bildete den Mittelpunkt des neuen Hochaltars, den Theo Sternberg im Jahre 1947 als Ersatz für den neugotischen Altar schuf.

Beim Eintritt ins Kirchenschiff geht der Weg rechts vorbei am ältesten Ausstattungsstück der Kirche, dem romanischen Taufstein (12. Jhdt.) aus Trachyt. Vor dem Ausgang steht rechts in einer Nische auf dem Grundstein der Kirche die lebensgroße Figur unseres Pfarrpatrons, des heiligen Hippolytus von Rom, 1950 von dem Bildhauer Ewald Strombach aus Menden im bischöflichen Ornat dargestellt. Seit dem 3. Jahrhundert wird der Kirchenschriftsteller als Märtyrer verehrt. An der rechten Außenwand der Kirche beginnt hinter dem Windfang der Kreuzweg. Der große Cruzifixus aus den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ist eine Oberammergauer Arbeit und hing bis 1963 in der Vierung der neugotischen Kirche, später in der Turmkapelle, und fand seinen vorläufigen Platz nach der Restaurierung am Anfang des Kreuzweges, der im Jahr 1980 von Werner Regner geschaffen wurde. Die 14 Stationen sind auf die drei großen Wandflächen verteilt. Das vierte Bild soll durch die Darstellung des Engels die Auferstehung symbolisieren.

Auf der rechten Stirnwand der Kirche wurden im Herbst 1997 zwei barocke Holzfiguren angebracht. Sie stellen links den heiligen Antonius den Einsiedler und rechts den heiligen Rochus dar, die an ihren Attributen (Schwein und Hund) zu erkennen sind. Die Überlieferung, dass die beiden Holzbildnisse von der Eremitage am Ravensberg stammen, konnte bisher nicht bewiesen werden.

Tabernakel, Altar, Kommunionbank, Sedilien, Ambo und Leuchter sind das Werk des Limburger Künstlers Matthäus Winter. Die Fenster entstanden nach Entwürfen des Kölner Glasmalers Hans Lünenborg. Neben rein ornamentalen, farblich interessant gestalteten Fenstern, finden sich auch Christussymbole (Licht des Heils, Sonne der Gnade mit Dornzweig, Baum des Lebens, das himmlische Jerusalem) und Mariensymbole (elfenbeinerner Turm, geheimnisvolle Rose, Muschel-Perle). Das große Bronzekreuz, 1967 von Helge Kühnapfel geschaffen, kann von beiden Seiten betrachtet werden. Auf der Gemeindeseite über dem Corpus die Himmelfahrt Christi, darunter „Adam fährt zur Grube“, rechts die Taufe Jesu, links die Verklärung Christi. Auf der Rückseite ist in der Mitte das Lamm dargestellt als Sinnbild für den Opfertod Christi. An den Balkenenden die vier Evangelistensymbole.

Über der Empore erhebt sich der imposante Prospekt der Orgel. Sie wurde im Jahr 1969 von der Firma Rieger aus Schwarzach (Vorarlberg/Österreich) gebaut und ist mit 37 klingenden Registern und 3369 Pfeifen eines der größten Instrumente des Dekanates.

Wenden wir den Blick zurück zum Altarraum: Die linke Seitenkonche beherbergt das wohl schönste Stück unserer Kirche: die Troisdorfer Madonna. Ihre genaue zeitliche Einordnung konnte, ebenso wie ihre Herkunft, im Rahmen der Restaurierung von 1983-88 nicht eindeutig geklärt werden. Die Darstellung des Hl. Josef mit dem Kind auf der Wand zwischen Seitenkonche und Sakristei ist eine Arbeit von A. Negretti, München aus dem Jahr 1944. Vorbei an den Beichtstühlen gelangen wir zur 1994 neu gestalteteten Gedächtnisstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Den Mittelpunkt bildet das 1928 entstandene Relief „Der Tod des heiligen Josef“ von Karl Mensen, Bonn, das die Pfarrgemeinde Pfarrer Wilhelm Kenntemich zur Feier seines silbernen Priesterjubiläums schenkte. Nach dem Umbau der Kirche stand das Monument zunächst im Freien und wurde nach umfassender Restaurierung Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts wieder in der Kirche aufgestellt.

Das Bildnis der immer währenden Hilfe stammt ebenfalls noch aus der alten Kirche. Geplant ist die Restaurierung und Aufstellung der Holzfigur des heiligen Antonius von Padua im linken Eingangsbereich der Kirche.